Rechnung per QR-Code bezahlen: EPC-QR-Code (GiroCode) oder Bezahllink – was passt zur Praxis?
Ein QR-Code auf der Privatrechnung erspart Patientinnen und Patienten das Abtippen von IBAN und Rechnungsnummer. Dahinter stecken zwei verschiedene Verfahren: Der EPC-QR-Code, bekannt als GiroCode, füllt eine Überweisung in der Banking-App aus. Ein QR-Code mit Bezahllink öffnet eine Bezahlseite, etwa für die Kartenzahlung. Dieser Ratgeber erklärt, wie beide funktionieren, was sie kosten, was Patienten dafür brauchen und wie Sie eine Rechnung mit QR-Code erstellen.
Zwei Arten von QR-Codes auf der Rechnung
Ein QR-Code ist nur ein Behälter für Daten. Entscheidend ist, was darin steht: die Daten einer Überweisung oder die Adresse einer Bezahlseite.
EPC-QR-Code (bekannt als GiroCode)
QR-Code mit Bezahllink
Das Alltagsproblem: Zahlungen, die sich nicht zuordnen lassen
Wer eine Überweisung von Hand ausfüllt, überträgt eine IBAN – in Deutschland 22 Stellen –, einen Betrag und die Rechnungsnummer. Eine vertippte IBAN fällt oft schon durch ihre Prüfziffer auf. Ein vergessener oder verkürzter Verwendungszweck dagegen nicht: Das Geld kommt an, aber in der Praxis weiß niemand sofort, zu welcher Rechnung es gehört. Dann beginnt die Suche im Kontoauszug, im ungünstigen Fall geht sogar eine Zahlungserinnerung an jemanden, der längst bezahlt hat.
Beide QR-Varianten setzen genau hier an – auf unterschiedliche Weise. Der EPC-QR-Code sorgt dafür, dass die richtigen Daten in der Überweisung stehen. Der Bezahllink verknüpft die Zahlung von vornherein mit genau einer Rechnung, sodass sich die Zuordnung per Verwendungszweck erübrigt.
So funktioniert der EPC-QR-Code (GiroCode)
Den Aufbau des Codes beschreibt der European Payments Council in den Leitlinien EPC069-12, derzeit in Version 3.1 vom 19. März 2024.
Den Ablauf beschreibt EPC069-12 so: Der Zahlungsempfänger druckt den Code, zum Beispiel auf die Rechnung. Der Zahler scannt ihn mit der passenden Funktion seiner Banking- oder Zahlungs-App, die Zahlungsdaten werden automatisch in die Eingabefelder übernommen, und der Zahler gibt die Überweisung mit dem Freigabeverfahren seiner Bank frei. Der Code löst also nichts selbst aus; er erspart nur das Abtippen.
Laut EPC069-12 eignen sich die Leitlinien für Fälle, in denen dieselben Zahlungsdaten zusätzlich im Klartext zu sehen sind, etwa auf einer Rechnung. So kann der Zahler prüfen, ob die Angaben im Code mit der Rechnung übereinstimmen. Für die Praxis heißt das: Die Bankverbindung gehört weiterhin lesbar auf die Rechnung.
| Feld | Inhalt im Beispiel | Regel laut EPC069-12 |
|---|---|---|
| Service-Kennung | BCD | Pflichtfeld, immer „BCD“ |
| Version | 002 | „001“ oder „002“ |
| Zeichensatz | 1 (UTF-8) | Pflichtfeld; acht Zeichensätze sind vorgesehen |
| Kennung | SCT | Pflichtfeld: SEPA Credit Transfer, also SEPA-Überweisung |
| BIC der Empfängerbank | leer | in Version 002 bedingt: Pflicht nur, wenn Teilnehmer außerhalb des EWR beteiligt sind; fester Wert |
| Name des Empfängers | Praxis am Park | Pflichtfeld, bis 70 Zeichen; fester Wert |
| IBAN des Empfängers | IBAN des Praxiskontos | Pflichtfeld, bis 34 Zeichen, nur IBAN; fester Wert |
| Betrag | EUR21.44 | optional; in Euro, von 0,01 bis 999.999.999,99 |
| Zweck (Purpose-Code) | leer | optional, bis 4 Zeichen |
| Strukturierte Referenz | leer | optional, bis 35 Zeichen (z. B. RF-Referenz); fester Wert – nur alternativ zum Verwendungszweck |
| Verwendungszweck | Rechnung RE-0042 | optional, bis 140 Zeichen – nur alternativ zur strukturierten Referenz |
| Hinweis an den Zahler | leer | optional, bis 70 Zeichen |
Beispiel mit fiktiven Daten. Die Felder stehen in dieser Reihenfolge, getrennt durch Zeilenumbrüche; der gesamte Inhalt darf höchstens 331 Byte groß sein. „Fester Wert“ heißt laut Leitlinie: Der Zahler soll diesen Inhalt beim Auslösen der Zahlung nicht ändern. Betrag nach GOÄ: Nr. 1 (Beratung) und Nr. 5 (symptombezogene Untersuchung) mit je 80 Punkten × 5,82873 Cent = 4,66 € einfach, × 2,3 = 10,72 € je Leistung, zusammen 21,44 €.
Bemerkenswert ist, welche Felder die Leitlinie nicht als feste Werte kennzeichnet: den Betrag und den freien Verwendungszweck. Die Vorgabe, den Inhalt beim Auslösen der Zahlung nicht zu ändern, gilt für sie also nicht. Für die Praxis bedeutet das: Auch mit QR-Code können Teilzahlungen oder abweichende Verwendungszwecke ankommen – ein Grund, Zahlungseingänge weiterhin mit dem Blick auf Betrag und Rechnungsnummer zu prüfen.
Die Grenzen des EPC-QR-Codes
Nicht jede App liest ihn
Die Zuordnung bleibt bei der Praxis
Tempo bestimmt der Patient
Der Name muss zum Konto passen
Ist das Geld bei Ihrer Bank eingegangen, muss diese es Ihnen laut § 675t Abs. 1 BGB unverzüglich verfügbar machen. Welche Entgelte Ihre Bank für eingehende Überweisungen berechnet, richtet sich nach Ihrem Kontomodell. Wann Patienten spätestens zahlen sollten und ab wann sie in Verzug geraten, erklärt der Ratgeber Zahlungsziel bei Privatrechnungen.
QR-Code mit Bezahllink: Rechnung online bezahlen
Hinter diesem Code steht keine Überweisung, sondern die Adresse einer Bezahlseite, die zu genau einer Rechnung gehört.
Der Patient scannt den Code oder tippt in der E-Mail auf den Link und landet auf einer Bezahlseite. Dort sieht er, wen und welche Rechnung er bezahlt, wählt eine Zahlungsart und bestätigt. Die Zahlung wickelt ein Zahlungsdienstleister ab; er bestätigt sie und meldet sie an das Rechnungsprogramm der Praxis, sofern Link und Programm verbunden sind. Weil der Link zu genau einer Rechnung gehört, entfällt die Zuordnung über den Verwendungszweck.
Welche Zahlarten angeboten werden, hängt vom Zahlungskonto der Praxis ab. Bei VXPay Payments sind es Kartenzahlung und – je nach Gerät und Zahlungskonto – Apple Pay, Google Pay oder weitere Zahlarten. Kartenzahlungen werden in der Regel innerhalb von Sekunden bestätigt; bei Lastschrift oder Überweisung über den Zahlungsdienstleister kann die Bestätigung einige Tage dauern. Der Preis dafür: Je erfolgreicher Zahlung fallen Gebühren an – bei VXPay die Plattformgebühr und die Transaktionsgebühr der Zahlungsabwicklung.
EPC-QR-Code oder Bezahllink: der Vergleich
Beide Wege haben ihren Platz. Die Tabelle zeigt, worin sie sich im Alltag der Praxis unterscheiden.
| Kriterium | EPC-QR-Code (GiroCode) | QR-Code mit Bezahllink (VXPay Payments) |
|---|---|---|
| Inhalt des Codes | Überweisungsdaten: Empfänger, IBAN, Betrag, Verwendungszweck | Adresse der Bezahlseite dieser einen Rechnung |
| Was der Patient braucht | Eine Banking-App mit Scanfunktion – sonst Überweisung von Hand mit der Bankverbindung der Rechnung | Smartphone oder Computer mit Browser; kein Konto bei VXPay, keine App |
| Zahlarten | SEPA-Überweisung | Kartenzahlung und – je nach Gerät und Zahlungskonto – Apple Pay, Google Pay oder weitere Zahlarten |
| Betrag | Vorausgefüllt; laut EPC069-12 kein fester Wert | Der offene Betrag der Rechnung, auf der Bezahlseite vorgegeben |
| Wo das Geld ankommt | Direkt auf dem Praxiskonto | Auf dem Zahlungskonto der Praxis, von dort automatisch auf das Bankkonto nach den Auszahlungseinstellungen |
| Zuordnung zur Rechnung | Durch die Praxis: Kontoauszug prüfen, Rechnung von Hand als bezahlt markieren | Automatisch: „bezahlt“, sobald der Zahlungsdienstleister bestätigt |
| Wann die Praxis die Zahlung sieht | Beim Blick auf das Konto | Mit der Bestätigung – bei Kartenzahlung in der Regel in Sekunden, bei Lastschrift oder Überweisung über den Zahlungsdienstleister nach einigen Tagen |
| Kosten bei VXPay | Keine | Keine Grundgebühr; je erfolgreicher Zahlung die Plattformgebühr von VXPay (1,5 % + 0,29 € zzgl. 19 % USt) und die Transaktionsgebühr der Zahlungsabwicklung |
| Voraussetzung in VXPay | IBAN in der Bankverbindung der Praxis, VXPay Payments nicht aktiv | VXPay Payments aktiviert |
Die Transaktionsgebühr legt der Zahlungsdienstleister fest; sie richtet sich nach der Zahlungsart. Die Zeit bis zur Zahlungsbestätigung bezieht sich auf Onlinezahlungen über VXPay Payments, die Auszahlung auf Ihr Bankkonto richtet sich nach den Auszahlungsfristen der Zahlungsabwicklung.
Faustregel: Der EPC-QR-Code ist die kostenlose Erleichterung für Patienten, die ohnehin überweisen. Der Bezahllink lohnt sich dort, wo Zahlungseingänge ohne Nacharbeit bei der Rechnung ankommen sollen und Patienten lieber mit Karte zahlen. Wer vor allem am Empfang kassieren möchte, findet im Ratgeber Kartenzahlung in der Praxis einen Überblick über die Wege.
Kostenlos starten – der passende QR-Code steht automatisch auf der Rechnung → Keine Kreditkarte nötig; den Berufsstand wählen Sie im Einrichtungsassistenten.
Ist ein QR-Code auf der Rechnung Pflicht?
Nein. Welche Angaben eine Arztrechnung enthalten muss, regelt § 12 Abs. 2 GOÄ – unter anderem das Datum der Leistung, Nummer und Bezeichnung jeder berechneten Leistung, den Betrag und den Steigerungssatz. Ein QR-Code gehört nicht dazu, ebenso wenig zu den umsatzsteuerlichen Pflichtangaben nach § 14 Abs. 4 UStG. Fällig wird die ärztliche Vergütung laut § 12 Abs. 1 GOÄ, wenn dem Zahlungspflichtigen eine der Verordnung entsprechende Rechnung erteilt worden ist – mit oder ohne Code. Welche Angaben tatsächlich Pflicht sind, fasst der Ratgeber Pflichtangaben der Privatrechnung zusammen.
Sicherheit: Woran Patienten eine echte Zahlungsaufforderung erkennen
Kein QR-Code schützt von sich aus vor Betrug. Beim Phishing über QR-Codes, vom BSI „Quishing“ genannt, führen gefälschte Codes auf nachgemachte Seiten; ein manipulierter Überweisungscode könnte auf ein fremdes Konto zeigen. Einige Prüfschritte helfen; eine Garantie gibt es nicht.
- Vor der Freigabe vergleichen: Stimmen Empfänger, Rechnungsnummer und Betrag in der Banking-App oder auf der Bezahlseite mit der Rechnung überein?
- Die Empfängerüberprüfung der eigenen Bank ernst nehmen: Passen Name und IBAN nicht zusammen, lieber abbrechen und nachfragen. Freigeben lässt sich die Überweisung trotzdem – die Verantwortung trägt laut BaFin weiterhin der Auftraggeber.
- QR-Codes hinterfragen, die Adresse eines Links vor dem Öffnen prüfen und Codes nur aus vertrauenswürdigen Quellen scannen – so empfiehlt es das BSI.
- Zugangsdaten zum Online-Banking nur in der eigenen Banking-App oder auf der Seite der eigenen Bank eingeben.
- Im Zweifel die Praxis unter der bekannten Telefonnummer anrufen – nicht unter einer Nummer aus einer verdächtigen Nachricht.
Was die Praxis beitragen kann
Je einheitlicher Ihre Rechnungen aussehen, desto leichter fällt Patienten der Abgleich: gleicher Praxisname, Bankverbindung und Rechnungsnummer im Klartext, nur ein Code je Rechnung und ein kurzer Hinweis, wofür der Code gedacht ist. Kündigen Sie am Empfang an, wie Sie abrechnen, damit eine Rechnung per E-Mail nicht überrascht.
Die Bezahlseite von VXPay zeigt den Praxisnamen mit Logo und Akzentfarbe aus Ihrem Rechnungsdesign, die Rechnungsnummer, den offenen Betrag und das Zahlungsziel – keine Leistungen und keine vollständige Anschrift. Der Zahlungslink ist ein zufälliges Kennzeichen ohne Rückschluss auf die Person. Bezahlt wird auf der abgesicherten Seite des Zahlungsdienstleisters; Kartendaten erreichen VXPay nie. Das erleichtert die Einordnung, ersetzt aber nicht die Aufmerksamkeit beim Bezahlen. Was beim Versand von Rechnungen per E-Mail zu beachten ist, lesen Sie im Ratgeber Arztrechnung per E-Mail.
Rechnung mit QR-Code erstellen: In VXPay steht automatisch der passende Code darauf
Sie müssen sich nicht für einen Code entscheiden und nichts selbst erzeugen. Welcher Code auf der Rechnung steht, ergibt sich aus Ihren Einstellungen.
Ohne Onlinezahlung: EPC-QR-Code (GiroCode)
Mit VXPay Payments: Zahlungslink und QR-Code
So bezahlt der Patient per Bezahllink
- Code scannen oder Link antippen
Der QR-Code auf dem PDF und der Button in der Rechnungs-E-Mail führen zur selben Bezahlseite. Sie öffnet sich im Browser des Smartphones oder Computers – ohne Registrierung und ohne App.
- Rechnung erkennen
Die Bezahlseite zeigt Praxisname, Rechnungsnummer, offenen Betrag und Zahlungsziel. Wurden Mahngebühren erhoben oder ein Nachlass gewährt, zahlt der Patient den aktuell offenen Betrag.
- Zahlungsart wählen
Bezahlt wird auf der abgesicherten Seite des Zahlungsdienstleisters – mit Karte und, je nach Gerät und Zahlungskonto, Apple Pay, Google Pay oder weiteren Zahlarten.
- Rechnung springt auf „bezahlt“
Sobald der Zahlungsdienstleister die Zahlung bestätigt, ist die Rechnung in VXPay als bezahlt markiert – nie allein aufgrund dessen, was der Browser des Patienten meldet.
Der Zahlungslink verfällt nicht, solange die Rechnung offen ist; ist sie bezahlt oder storniert, zeigt die Bezahlseite das an. Je Rechnung ist immer nur ein Zahlungsvorgang zahlbar – eine bezahlte oder noch laufende Zahlung verhindert eine weitere über Link, QR-Code oder Kassenmodus. Steht der Patient noch am Empfang, öffnet „Vor Ort bezahlen“ den Kassenmodus mit großem QR-Code für sein Smartphone; ein fester Praxis-QR zum Aushängen führt nach Eingabe des 6-stelligen Zahlungscodes zur Bezahlseite der jeweiligen Rechnung. Beides setzt ein aktives VXPay Payments voraus.
In vier Schritten eingerichtet
- Kostenlos registrieren
Ohne Grundgebühr, ohne Vertragslaufzeit und ohne Kreditkarte.
- Bankverbindung hinterlegen
Im Einrichtungsassistenten tragen Sie Ihre Bankverbindung ein. Mit hinterlegter IBAN trägt jede erstellte Rechnung ohne Onlinezahlung den GiroCode.
- Optional: VXPay Payments aktivieren
Unter Einstellungen → VXPay Payments starten Sie mit „Zahlungen aktivieren“. Die Einrichtung dauert meist 10 bis 15 Minuten; danach prüft der Zahlungsdienstleister Ihre Angaben, meist innerhalb von ein bis drei Werktagen. Sobald „Zahlungen aktiv“ erscheint, trägt jede neue Rechnung Zahlungslink und QR-Code.
- Rechnung erstellen und senden
Der passende Code steht automatisch auf der Rechnung – per E-Mail mit Link zum PDF oder zum Ausdrucken.
Mehr zu Bezahlseite, Bestätigung, Erstattungen und Auszahlung finden Sie auf der Seite Onlinezahlung & QR-Code. Auch Zahlungserinnerungen und Mahnungen aus dem kostenlosen Mahnwesen tragen bei aktivem VXPay Payments Bezahllink und QR-Code.
Checkliste: QR-Code auf der Rechnung
- Bankverbindung zusätzlich im Klartext auf die Rechnung – für Apps ohne Scanfunktion und zum Vergleichen.
- Empfängernamen so angeben, wie das Konto bei der Bank geführt wird, damit die Empfängerüberprüfung keinen Hinweis auslöst.
- Rechnungsnummer in den Verwendungszweck, Betrag gleich Rechnungsbetrag.
- Den Code groß genug, kontrastreich und mit freiem Rand drucken – nicht über Falz oder Lochung.
- Vor dem ersten Versand mit mehreren Banking-Apps testen, ob der Code gelesen wird und die Daten stimmen.
- Nur einen Code je Rechnung verwenden, damit Patienten nicht rätseln, welcher gilt.
- Zahlungseingänge regelmäßig abgleichen – auch Teilzahlungen und abweichende Verwendungszwecke.
- Bei Bezahllinks: gleichbleibender Praxisname und Absender, damit Patienten die Zahlungsaufforderung einordnen können.
Was kostet die Rechnung mit QR-Code?
Bei VXPay gibt es für die Grundnutzung keine Grundgebühr und keine Vertragslaufzeit. Rechnungen erstellen und per E-Mail senden, das automatische Mahnwesen und der GiroCode auf der Rechnung sind kostenlos. Nur bei einer erfolgreichen Zahlung über VXPay Payments – online oder per Überweisung auf die persönliche Zahlungs-IBAN – fallen zwei Posten an: die Plattformgebühr von VXPay (1,5 % + 0,29 € zzgl. 19 % USt) und die Transaktionsgebühr der Zahlungsabwicklung. Beide werden automatisch vom Zahlungseingang einbehalten – keine Zahlung, keine Zahlungsgebühr. Die Plattformgebühr ist nicht erstattungsfähig: Sie bleibt bei Storno, Gutschrift oder Rückerstattung bestehen.
| Posten | Zahlung über 100,00 € | Beispielrechnung RE-0042 |
|---|---|---|
| Zahlung des Patienten | 100,00 € | 21,44 € |
| Plattformgebühr von VXPay (brutto) | − 2,13 € | − 0,73 € |
| Verbleibt vor Transaktionsgebühr | 97,87 € | 20,71 € |
| Transaktionsgebühr der Zahlungsabwicklung | je nach Zahlungsart | je nach Zahlungsart |
| Zum Vergleich: Überweisung per GiroCode auf Ihr Praxiskonto | keine Gebühr bei VXPay | keine Gebühr bei VXPay |
Plattformgebühr laut aktueller Plattformeinstellung: 1,5 % + 0,29 € zzgl. 19 % USt je Zahlung, nie höher als der Zahlbetrag. Die Transaktionsgebühr legt der Zahlungsdienstleister fest.
Quellen
- European Payments Council: Quick Response Code – Guidelines to Enable the Data Capture for the Initiation of a SEPA Credit Transfer (EPC069-12) (öffnet in neuem Tab) – Version 3.1 vom 19.03.2024: Ablauf, Datenelemente, feste Felder, 331 Byte, informativ und für Zahlungsdienstleister optional
- § 12 GOÄ – Fälligkeit und Abrechnung der Vergütung, Rechnung (öffnet in neuem Tab) – Abs. 1 Fälligkeit, Abs. 2 Inhalt der Rechnung
- § 14 UStG – Ausstellung von Rechnungen (öffnet in neuem Tab) – Abs. 4 Satz 1: Pflichtangaben
- § 5 GOÄ – Bemessung der Gebühren (öffnet in neuem Tab) – Punktwert 5,82873 Cent (Rechenbeispiel)
- Gebührenverzeichnis zur GOÄ (Anlage) (öffnet in neuem Tab) – Nr. 1 und Nr. 5 mit je 80 Punkten
- § 675s BGB – Ausführungsfrist für Zahlungsvorgänge (öffnet in neuem Tab)
- § 675t BGB – Wertstellungsdatum und Verfügbarkeit von Geldbeträgen (öffnet in neuem Tab) – Abs. 1: unverzüglich verfügbar
- BaFin: Empfängerüberprüfung bei Überweisungen (öffnet in neuem Tab) – seit 09.10.2025 für Überweisungen in Euro im Euroraum
- Eidgenössische Steuerverwaltung: Neue QR-Rechnung löst bisherige Einzahlungsscheine ab (öffnet in neuem Tab) – Schweiz, seit 01.10.2022
- BSI: KI-gestützte QR-Code-Betrügereien (Quishing) (öffnet in neuem Tab) – Newsletter „Einfach • Cybersicher“ vom 01.04.2026
Stand der Angaben: 08.10.2026. Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung; maßgeblich sind die verlinkten Vorschriften in ihrer jeweils geltenden Fassung.
Fragen und Antworten
Was ist ein GiroCode auf der Rechnung?
GiroCode ist die in Deutschland bekannte Bezeichnung für den EPC-QR-Code. Er enthält die Daten einer SEPA-Überweisung – Name und IBAN des Empfängers, Betrag und Verwendungszweck – aufgebaut nach den Leitlinien EPC069-12 des European Payments Council. Die Banking-App liest den Code und füllt die Überweisung aus; der Patient prüft die Angaben und gibt die Zahlung wie gewohnt frei. Das Geld geht direkt auf das Konto der Praxis.
Kann jede Banking-App den QR-Code auf der Rechnung lesen?
Davon sollten Sie nicht ausgehen. Laut EPC069-12 ist es für Zahlungsdienstleister optional, das Scannen solcher Codes anzubieten; ob und wo eine App die Funktion hat, entscheidet die jeweilige Bank. Deshalb gehört die Bankverbindung zusätzlich im Klartext auf die Rechnung – dann können Patienten auch ohne Scan überweisen.
Wie bezahle ich eine Rechnung per QR-Code mit dem Handy?
Das hängt vom Code ab. Einen EPC-QR-Code (GiroCode) scannen Sie mit der Scanfunktion Ihrer Banking-App, sofern die App sie anbietet; die Überweisung ist dann vorausgefüllt und wird wie gewohnt freigegeben. Ein QR-Code mit Bezahllink öffnet eine Bezahlseite im Browser – bei VXPay ohne Registrierung und ohne App. Vergleichen Sie in beiden Fällen Empfänger, Rechnungsnummer und Betrag mit der Rechnung.
Ist ein QR-Code auf der Arztrechnung Pflicht?
Nein. Die Angaben, die eine Arztrechnung laut § 12 Abs. 2 GOÄ enthalten muss, umfassen keinen QR-Code; auch unter den umsatzsteuerlichen Pflichtangaben nach § 14 Abs. 4 UStG steht er nicht. Die oft genannte „QR-Rechnung“ stammt aus der Schweiz: Dort können laut Eidgenössischer Steuerverwaltung seit dem 1. Oktober 2022 nur noch QR-Rechnungen verarbeitet werden. Mit dem EPC-QR-Code hat dieses Verfahren nichts zu tun.
Wie erstelle ich kostenlos eine Rechnung mit QR-Code?
Mit VXPay registrieren Sie sich kostenlos, ohne Grundgebühr und ohne Kreditkarte. Hinterlegen Sie in der Bankverbindung der Praxis Ihre IBAN, trägt jede erstellte Rechnung ohne Onlinezahlung einen EPC-QR-Code (GiroCode) für die Banking-App. Rechnungen erstellen und per E-Mail senden kostet nichts. Aktivieren Sie zusätzlich VXPay Payments, erhält jede neue Rechnung stattdessen Zahlungslink und QR-Code; dann fallen je erfolgreicher Zahlung über VXPay Payments Gebühren an.
Warum steht auf meiner VXPay-Rechnung kein GiroCode?
Meist steckt einer von zwei Gründen dahinter: Entweder ist in der Bankverbindung der Praxis keine IBAN hinterlegt – ohne IBAN druckt VXPay keinen GiroCode –, oder VXPay Payments ist aktiv. Dann ersetzt der Block „Jetzt online bezahlen“ mit Zahlungslink und QR-Code den GiroCode; beide stehen nie gemeinsam auf einer Rechnung. Überweisen können Patienten weiterhin, die Rechnung nennt die Überweisung als Alternative – mit der persönlichen Zahlungs-IBAN des Patienten; Überweisungen darauf ordnet VXPay automatisch zu.
Was passiert, wenn ein Patient trotz Bezahllink überweist?
Überweist er auf die persönliche Zahlungs-IBAN, die mit VXPay Payments auf der Rechnung steht, ordnet VXPay die Zahlung automatisch zu; ist der volle Betrag eingegangen, springt die Rechnung auf „bezahlt“. War die Rechnung schon bezahlt, bleibt der Betrag als Guthaben des Patienten und wird mit seiner nächsten Rechnung verrechnet – auf Wunsch zahlen Sie ihn zurück. Überweisungen auf Ihr eigenes Praxiskonto erkennt VXPay weiterhin nicht von selbst: Dann markieren Sie die Rechnung selbst als bezahlt, und zwar zügig, damit die Bezahlseite zeigt, dass sie beglichen ist. Ganz ausschließen lässt sich eine Doppelzahlung nicht.
Weniger Aufwand mit offenen Rechnungen
Registrierung, Rechnungen und Mahnwesen sind bei VXPay kostenlos – ohne Grundgebühr und ohne Vertragslaufzeit. Gebühren für Zahlungen fallen nur an, wenn eine Zahlung über VXPay Payments (online und per Überweisung auf die persönliche Zahlungs-IBAN) erfolgreich ist: die Plattformgebühr von VXPay (1,5 % + 0,29 € zzgl. 19 % USt) und die Transaktionsgebühr der Zahlungsabwicklung; beide werden automatisch einbehalten. Kostenpflichtig und optional: Zusatzpaket Praxis Pro, Briefversand je Brief, Einrichtungsservice.